Abende im Kirchenraum – Renovierungsbedürftige Kirche

Heute stelle ich Ihnen eine Station vor, bei der ich im Rahmen der „Abende im Kirchenraum“ lange verweilte. Eine Station, die mich noch immer nachdenklich stimmt.

Leider gibt es in unserer Kirche einige Stellen, die eigentlich der Renovierung bedürfen. Offenbar gibt es Probleme, das Regenwasser vom Dach zuverlässig in die Abflussrohre zu leiten. Stattdessen dringt es ins Mauerwerk ein und beschädigt dieses.

Hier im Bild sehen Sie eine Stelle, die renoviert werden müsste!

Renovierungsbedürftige Kirche

Neben der Tatsache, dass ein solcher Renovierungsbedarf aus der Sicht eines Gebäudeverwalters ärgerlich ist, ergibt dies für uns ein interessantes Bild: Von dieser Kirche im speziellen und der katholischen bzw. christlichen Kirche im Allgemeinen. So gibt es in d(ies)er Kirche neben den Heiligen(figuren) eben auch die bröckeligen Stellen.

Es passt zu der Sichtweise des zweiten vatikanischen Konzils auf die Kirche. Das Konzil hat nämlich Schluss gemacht mit dem uneingeschränkten Gerede von der heiligen und makellosen Kirche. Das Konzil spricht vielmehr von einer Kirche, die „unter der Wirksamkeit des Heiligen Geistes nicht aufhöre, sich selbst zu erneuern“ (LG Nr. 9).

  • An welchen Stellen ist die (katholische) Kirche aus Ihrer Sicht erneuerungsbedürftig?

Vergissen Sie dabei aber nicht das Gleichnis vom Unkraut unter dem Weizen (Mt 13,24-30). Dort fragen die Knechte: „Sollen wir gehen und [das Unkraut] ausreißen?“ Er entgegnete: „Nein, sonst reißt ihr zusammen mit dem Unkraut auch den Weizen aus. Lasst beides wachsen bis zur Ernte.“