WARUM?

Kennen Sie das auch? Manchmal gibt es Zeiten, in denen Gott in unserem Leben keine Rolle spielt. Da leben wir, als ob es ihn nicht gäbe. Dann wiederum gibt es Zeiten, wo er sich uns geradezu aufdrängt. Wenn wir zum Beispiel eine wunderbare Landschaft bestaunen oder einem ganz besonderen Menschen begegnen.
Er kann sich aber auch in Erinnerung bringen, wenn uns die Frage nach dem WARUM am Einschlafen hindert, so wie es mein Blogkollege Rolf Höge, Laienautor aus Sandhofen, kürzlich erlebte und als Folge, spät am Abend, ein Zwiegespräch mit seinem Gott führte.

„Wo warscht? Hoschd gschloofe, oder was?“ fragt Rolf. Erklärungsversuche wie, „vun wege freier Wille und so … „ lehnt er ab. „Kumm ma jetzt bloss net so“,  fährt er fast wütend fort.

Mit seinen Fragen, seiner Fassungslosigkeit und mit seiner Ohnmacht ist Rolf nicht alleine. Die Flugzeugkatastophe der letzten Tage hat die Frage nach dem Leid und dem Warum wieder verstärkt aufflammen lassen. Es liegt in der Natur von uns Menschen, dass wir verstehen wollen, was uns widerfährt. Mit unserem Verstand wollen wir das Unfassbare begreifen.

„Ohne verstehen“, wie immer das jeder in sein Weltbild individuell einpasst, bleibt eine Hilflosigkeit zurück.

kommentiert ein Blogkollege aus Leipzig, bei Claudia Klinger.

Doch was ist, wenn wir nicht verstehen? Uns keine Möglichkeit gegeben wird, das Unbegreifliche zu verstehen? Dann gibt es zwei Möglichkeiten. Die Eine, wir gehen an unserem Schicksal und der Hilfslosigkeit zugrunde oder die Andere, wir nehmen unser Schicksal und die Hilfslosigkeit vertrauensvoll an, in der Hoffnung, dass sich uns im Nachhinein, irgendwann einmal, das WOZU erschließt.

Abende im Kirchenraum – Das Gesicht von Jesus am Kreuz

Heute führen uns unsere Abende im Kirchenraum zum Kreuz.

Von links schauen Sie auf das schmerzverzerrte Gesicht an und von rechts das erlöste, glückliche Gesicht.

Das Gesicht von Jesus am Kreuz

Erlöst - das Gesicht Jesus am Kreuz

Nehmen Sie sich ruhig etwas Zeit und lassen die Bilder auf Sie wirken.

Faszinierend. Vom Künstler eindrucksvoll gestaltet. Was beeindruckt Sie in diesem Augenblick am meisten? Nehmen Sie sich einen Moment Zeit das zu erspüren.

  • Fallen Ihnen eher die Karfreitagslieder oder die Auferstehungslieder ein?
  • Was kann diese Darstellung für Sie bedeuten?
  • Ein Mensch mit mehreren „Gesichtern“? Kennen Sie das?

Wenn ein uns lieber Mensch krank ist, Schmerzen leidet, sei es seelischer oder körperlicher Schmerz, dann sieht dieser Mensch ganz anders aus als in seinen glücklichen Momenten. Wir sagen dann oft: Du siehst aber schlecht aus. Sehen wir nur „gut“, aus wenn wir gesund sind?

Welchen Stellenwert hat in unserer Gesellschaft ein kranker / ein gesunder Mensch? Denken wir einfach mal kurz darüber nach. Machen wir es uns bewusst.

Bildquelle:
Foto Mechnig