Abende im Kirchenraum – Der Heilige Bonifatius und die Mission

Die Abende im Kirchenraum lassen uns heute bei dem Heiligen Bonifatius nach unserer Mission fragen.

Der Heilige Bonifatius

Wynfreth war Sohn einer vornehmen Familie, er wurde in einem Kloster in Exeter ausgebildet, und legte in der Nähe von Southampton die Gelübde als Mönch der Benediktiner ab. Mit 30 Jahren wurde Wynfreth Priester und zunächst Lehrer für Grammatik und Dichtung; er verfasste Bibelauslegungen, die erste englische Grammatik der lateinischen Sprache und viele Gedichte. 716 begann er eine Missionstätigkeit in Friesland, und wurde im Herbst 718 in Rom von Papst Gregor II. beauftragt und geweiht, als Heidenapostel den deutschen Völkern das Evangelium zu verkünden. Wynfreth erhielt den Namen des Heiligen des Vortages, Bonifatius.

  • Deutschland ist inzwischen wieder zum Missionsland geworden. Wo müssten wir als Kirche dringend mal ansetzen, um neue Menschen für unseren Glauben zu begeistern?
  • Da ist jede einzelne Christin und jeder einzelne Christ gefordert. Was ist meine Mission für mein Leben? Wo kann ich etwas dazu beitragen, damit unsere Gemeinde/unsere Kirche wächst?

Segen bringen, Segen sein

Segen bringen - Segen seinAuch in diesem Jahr gehen Mädchen und Jungen aus unserer Gemeinde als „Heilige Drei Könige“ gekleidet von Tür zu Tür und bringen den Segen Gottes in unsere Häuser. Dabei sammeln sie Spenden für Kinder in Not. Die diesjährige Sternsingeraktion steht unter dem Thema

Segen bringen – Segen sein
Gesunde Ernährung für Kinder auf den Philippinen und weltweit.

Das heißt, in diesem Jahr richten die Sternsinger ihren Blick besonders auf die Kinder, die unter Mangel und Unterernährung leiden. In Sandhofen sind die Sternsinger am 5. und 6. Januar 2015 unterwegs. Wenn Sie von den Sternsinger besucht werden möchten, tragen Sie sich bitte in die Listen ein, die an der Pinnwand in der Kirche und im Gemeindehaus ausgehängt sind. Dort sehen Sie auch, an welchen Tagen Ihre Straße besucht wird. Schon jetzt ein herzliches Danke an unsere „kleinen Könige“ sowie Ulrike Ehrler, die unsere Sternsinger seit Jahren liebevoll betreut.

Nachlese 2014:
Ist das nicht verrückt?

 

Abende im Kirchenraum – Der Heilige Nepomuk

Im Rahmen unserer „virtuellen Abende im Kirchenraum“ verweilen wir heute beim Heiligen Nepomuk.

  • Der Name bedeutet: Gott ist gnädig
  • Feier des Namens: 16. Mai

Heiliger Nepomuk
Der Legende nach wurde Nepomuk von König Wenzel gefoltert und anschließend von der Brücke in die reißende Moldau gestürzt, weil er nicht verraten wollte, was die Königin ihm während der Beichte anvertraute. Als man 1719 sein Grab öffnete, soll die Zunge des Toten unverwest gewesen sein. Heute sehen wir den Brückenheiligen auf Hunderttausenden von Brücken stehen.

Hl. Nepomuk = Märtyrer des heiligen Schweigens:

  • Sehe ich Schweigen als kostbares Gut an – gerade in unserer Zeit in der wir fast ständig kommunizieren – auch über Facebook, Twitter, e-mail u.a.m?
  • Habe ich schon einmal erlebt wie gut mir Stille und Schweigen tun kann?

Hl. Nepomuk = Brückenheiliger:

  • Was fällt mir zu Brücken ein? Brücken zwischen Städten?
  • Brücken von Mensch zu Mensch?
  • Über-brücken von Zeit?
  • Der Katholikentag im Mai 2014 in Regensburg stand unter dem Motto: „Mit Christus Brücken bauen“ Das Logo stellt einen Regenbogen dar, der sich wie eine Brücke über den Himmel spannt? Welche Art von Brücke war in meinem Leben schon wichtig?

Bis zu unserem Wiederlesen am nächsten Freitag wünsche ich Ihnen eine fröhliche und erfüllte Woche.

 

Abende im Kirchenraum – Der Heilige Bartholomäus

Wie bereits angekündigt starten wir heute unsere „virtuellen Abende“ im Kirchenraum. Wir freuen uns, dass wir das spirituelle Angebot vom 9. Mai 2014 in unserer Kirche ins Internet verlängern können. Dafür bedanken wir uns bei Jugendpfarrer Daniel Kunz, der Dekantsratsvorsitzenden Gabriele Bank und dem Dekanatsreferenten Ulf Günnewig.

St. Bartholomäus

Der Heilige Bartholomäus ist einer der Zwölf. Er gehört also zum engen Kreis der Jünger Jesu (vgl. Markus 3,14-19). Damit ist Bartholomäus einer der ältesten Heiligen des Christentums. Gleichzeitig bedeutet dies jedoch auch, dass wir nur sehr wenig über ihn wissen und dass die Zeit lang war, in der sich Legenden und Geschichten entwickeln konnten.

Bei der Verehrung von Heiligen geht es aber nicht nur um die angeblichen „wahren Berichte“ über deren Leben. Stattdessen können die (vielleicht erfundenen) Geschichten, die über die Heiligen erzählt werden, zu einer Inspirationsquelle für unser eigenes Leben werden. Schließlich sind wir selbst Heilige, wenn wir getauft sind und an Jesus Christus glauben. Denn in der Taufe wurde alles, was uns von Gott trennt, von uns weggenommen.

Der Heilige Bartholomäus wird als Märtyrer verehrt, also als ein Heiliger, der wegen seines Glaubens ermordet wurde. Die Legende erzählt, dass er bei lebendigem Leib gehäutet und anschließend gekreuzigt wurde. Deshalb wird er oft mit einem Messer dargestellt – so auch auf dem Mosaik in der Fassade dieser Kirche. Ein äußerst grausamer Tod! Unvorstellbar, dass er in diesem Leid an seinem Glauben an Jesus Christus festgehalten hat!?

Viele Bibelinterpreten identifizieren Bartholomäus auch mit Natanaël. Über dessen Berufung wird im Johannes-Evangelium erzählt. Dort heißt es in Joh 1,47: „Jesus sah Natanaël auf sich zukommen und sagte über ihn: Da kommt ein echter Israelit, ein Mann ohne Falschheit.“ Es ist die erste Begegnung der beiden, doch Jesus scheint ihn bereits zu kennen.

  • Was würde Jesus – mit seinem liebevollen Blick – wohl über Sie sagen, wenn er nun auf Sie zukäme?

Bis nächsten Freitag!

Mehr zum Nachlesen:
Ökumenisches Heiligenlexikon